Am 22. und 23. Juni kam das Netzwerk der Projektträger im Forum „Forschung.Innovation.Zukunft“ zum Austausch untereinander, aber auch zu Diskussionen mit Vertreterinnen und Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik zusammen. Wir waren mit unseren Geschäftsführern Frank Kreller und Clemens Schumacher sowie mehreren Kolleginnen und Kollegen von der AiF Projekt GmbH vor Ort.
Kernthemen des Forums waren Wachstum, Wettbewerbsfähigkeit und Wertschöpfung sowie die Frage, wie die Projektträger zu gelungener und effizienter Forschungs- und Innovationsförderung beitragen.
Klaus Uckel (DLR Projektträger), Sprecher des Netzwerks der Projektträger, machte die bedeutende Rolle der Projektträger ganz deutlich: „Wir sind ein tragendes Element der deutschen Innovationsarchitektur. Wir sind Schnittstelle, wir sind Übersetzer, wir sind Umsetzer. Und was wir besonders lieben: Wir sind Möglichmacher. Wir begleiten Förderprogramme von der Idee bis zum letzten Verwendungsnachweis. [...] Wir sorgen dafür, dass öffentliche Mittel nicht nur bewilligt, sondern wirksam eingesetzt werden. [...] Wir übersetzen politische Programme in konkrete Förderlogiken. Wir strukturieren Verfahren. Wir begleiten Projekte inhaltlich und administrativ durch die gesamte Laufzeit.“
Zur Frage nach der Vereinfachung von Verfahren in der Innovationsförderung betonte Uckel für das Netzwerk, dass dafür Politik, Verwaltung und die Projektträger gemeinsam an den Ursachen der Bürokratie, nicht an den Symptomen arbeiten müssten und bot eine enge Zusammenarbeit an. Mehr Freiräume in der Umsetzung der Förderprogramme wäre eine bedeutende Weichenstellung zum Bürokratieabbau, die das Netzwerk der Projektträger schon seit langem fordert. Nur so können wir unsere Expertise im Fördermanagement noch effizienter einsetzen und Fördermittel wirklich agil und konstruktiv verwalten.
Dr. Janina Jänsch, Leiterin der Abteilung Mittelstand im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) fasste treffend zusammen, dass es in der aktuellen Situation enorm wichtig sei, Innovationen voranzutreiben und dafür zu sorgen, dass gute Ideen aus der Forschung den Transfer in die Märkte und zu marktfähigen Produkten finden. Als Erfolgsbeispiel der Innovationsförderung und „unfassbar erfolgreiches Programm“ nannte sie das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM): „Viele dieser Innovationen, die dort gefördert werden, schaffen es in kurzer Zeit zur Marktreife. Das ist genau das, was wir brauchen!“
Auch Tanja Alemany Sanchez de Léon, Unterabteilungsleiterin im BMWE, hob das ZIM hervor, denn hier werde besonders deutlich, dass Transfer durch Kooperationen gestärkt wird und Innovation durch die Bündelung von vielfältigen Kompetenzen und unterschiedlichem Know-how aus verschiedenen Sektoren entsteht. Denn mehr als 80 % der ZIM-Projekte erfolgen in Kooperationen. Alemany machte außerdem deutlich: „Innovationen brauchen Freiraum und Tempo!“
Dem Innovationsgeschehen Tempo und Freiraum geben – auch dieser Aufgabe widmen sich die Projektträger. Um sie zu erfüllen brauchen jedoch auch wir Freiraum. Freiraum in Form von Rahmenbedingungen, die schnelle und bürokratiearme Verfahren überhaupt ermöglichen.
„Action statt Akten“ – wie Tanja Alemany es formulierte – das wünscht sich auch das Netzwerk der 13 Projektträger. Denn wir setzen im Auftrag von Bundesministerien und weiteren Partnern Förderprogramme für Forschung, Innovation und Transformation um. Unser bundesweites Netzwerk umfasst insgesamt mehr als 5.000 Mitarbeitende und betreut ein Fördervolumen von über zehn Milliarden Euro pro Jahr.
Wir danken dem VDI/VDE IT herzlich für die hervorragende Ausrichtung und Organisation der Veranstaltung!
Mehr zum Netzwerk der Projektträger: https://www.ptnetz.de/
