5. Gemeinsame Ausschreibung mit Alberta (Kanada)

15.12.2016 |

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) hat im Dezember zusammen mit dem „Alberta Ministry of Economic Development and Trade“ (EDT) die fünfte Ausschreibung für gemeinsame Forschungs- und Entwicklungsprojekte kleiner und mittlerer Unternehmen eröffnet. Das Ziel beider Ministerien ist es, durch den Zugang zu öffentlichen Fördermitteln die Entwicklung innovativer marktreifer Produkte, Verfahren oder technischer Dienstleistungen aus allen Technologie- und Anwendungsbereichen im Rahmen von Kooperationsprojekten zwischen in Deutschland und in der kanadischen Provinz Alberta ansässigen Unternehmen zu unterstützen.

Die deutschen Projektpartner werden bei erfolgreicher Antragstellung über das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) gemäß der aktuellen ZIM-Richtlinie gefördert, die bei internationalen Kooperationen einen um bis zu 10 % erhöhten Fördersatz vorsieht.

Alberta belegt sowohl im innerkanadischen als auch im weltweiten Vergleich verschiedener Wirtschafts- und Sozialindikatoren Spitzenplätze: Die Bevölkerung ist die jüngste, produktivste und am schnellsten wachsende in Kanada, das Investitionsvolumen pro Kopf war 2015 zweieinhalb mal so hoch wie der nationale Durchschnitt, und bezüglich des Human Development Index der UN befand sich Alberta 2014 innerhalb Kanadas auf Platz 1 und international unter den Top 5 (Quelle: Highlights of the Alberta Economy 2016, EDT).

Das im Vergleich zu den anderen kanadischen Provinzen höhere Wirtschaftswachstum in den letzten 20 Jahren gründet sich nicht zuletzt auf den Reichtum an natürlichen Ressourcen. In Alberta befinden sich die drittgrößten Erdölreserven der Welt. Entsprechend ist die Ölindustrie hier der bedeutendste Wirtschaftszweig, gefolgt vom Agrarsektor. Wichtige Sektoren des produzierenden Gewerbes sind Maschinenbau und Metallverarbeitung, deren Erzeugnisse zu einem Viertel in den internationalen Export gehen. Alberta setzt jedoch zunehmend auf Zukunfts- und Spitzentechnologien aus den Bereichen Information und Kommunikation, Erneuerbare Energien, Lebenswissenschaften und Nanotechnologie (Quelle: Alberta Economic Quick Facts October 2016, EDT).
Im Bereich Erneuerbare Energien wurde zum Ziel erklärt, bis 2030 den Anteil von Strom aus Wind-, Solar- und Wasserkraftanlagen auf 30 % zu erhöhen – ein interessanter Markt also für Produzenten entsprechender Technologien (Quelle: Germany Trade and Invest (GTAI)).

Weitergehende Informationen zum Wirtschafts- und Technologiestandort Alberta finden sich z. B. auf den Internetseiten des Alberta Government, von Germany Trade & Invest oder der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer zu Hagen (SIHK) mit ihrem übergreifenden Länderschwerpunkt Kanada.

Die Bekanntmachung und die gemeinsamen Antragsformulare zu der aktuellen Ausschreibung können hier abgerufen werden (Antragsannahme bis 28.02.2017).
Interessierte Unternehmen und Forschungseinrichtungen sollten frühzeitig Kontakt zu den ausgewiesenen Ansprechpartnern beim Projektträger AiF Projekt GmbH aufnehmen.

Antragsteller aus Alberta wenden sich direkt an den kanadischen Projektträger GCCIR um detaillierte Fragen zu besprechen.

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